Deutschlands bester neuer Golfplatz liegt in Mecklenburg-Vorpommern

Die 45-Löcher-Golfanlage WINSTONgolf bei Schwerin zählt nun ganz offiziell zur nationalen Golfplatz-Spitze. Am Freitagabend in Köln zeichnete die Jury der Fachzeitschrift „Golfmagazin“ den neu erbauten 18-Löcher-Platz „WINSTONlinks“ als besten neuen Golfplatz Deutschlands aus.

Der Links-Course überzeugte das elfköpfige Gremium durch die einzigartige Architektur in ungewöhnlicher Umgebung. Eingebettet in das Binnenland Mecklenburgs ist der Platz in seiner Gestaltung den schottischen Dünenlandschaften am Meer nachempfunden.

Die typischen Merkmale für diese rauen und windgepeitschten Areale verleihen auch dem WINSTONlinks seine einmalige Wirkung: Bis zu zehn Meter hohe Dünen türmen sich in der mecklenburgischen Endmoränenlandschaft auf, eine karge Bepflanzung mit Ginster und Heidekraut und natürliche Sandkuhlen prägen das Bild.

Diesen spannenden Kontrast zweier Naturwelten herauszuarbeiten, war ein Leitgedanke der Planer. „Zurück zu den Ursprüngen“ der andere: Mit der Hommage an die Anfänge des Golfspiels, welches seinen Siegeszug auf den britischen Küstenstreifen antrat, begann der renommierte Golfplatz-Architekt David Krause vor zweieinhalb Jahren mit dem Bau des Platzes.

Überzeugt haben dieses Konzept sowie der hohe Anspruch auch die Macher des Golfmagazins. In zwölf Kategorien gab es den Golfmagazin-Award, darunter Auszeichnungen für Golfprodukte, exklusive Golfhotels oder Sportausstattung.

Während die Entscheidungen hier anhand von Leserabstimmungen fielen, stand der „Königsdisziplin“ – der Auszeichnung des besten neuen Golfplatz Deutschlands, eine Jury aus Golfplatzarchitekten, Golfplatztestern, Golfmagazin-Redakteuren sowie Gastgeberin und Verlegerin Alexandra Jahr vor.

Nominiert worden waren zuvor zehn nationale 9- und 18-Löcher-Anlagen, welche zwischen dem 1. Januar 2009 und dem 31. Dezember 2010 neu eröffnet wurden.

Juryvorsitzender und Golfmagazin-Redakteur Sven Hanfft würdigte an dem Gala-Abend die drei Finalisten: „In Zeiten, in denen der quantitative Zuwachs an Plätzen abnimmt, ist die Qualität der neuen Plätze umso beachtlicher. Auf das Golfmagazin-Treppchen haben es drei Golfanlagen geschafft, die schon heute zur absoluten Spitze in Deutschland gehören.“

In seiner Laudatio für den WINSTONlinks bekräftigte Hanfft das Jury-Urteil: „Der Gewinner WINSTONlinks ist ein überaus würdiger Nachfolger des GC Budersand Sylt.“

WINSTONgolf-Inhaber Wijnand Pon nahm die Auszeichnung persönlich entgegen: „Wir freuen uns sehr, dass die Vision und die langjährige Arbeit vieler Menschen an diesem großen Projekt heute Abend solch eine Würdigung erfährt.“

Die Auszeichnung der besten neuen Golfplätze Deutschlands mit dem Golfmagazin-Award wird alle zwei Jahre durchgeführt. Das Golfmagazin, eine der meist gelesenen Golfzeitschriften in Europa, prämierte zum vierten Mal die Besten aus Golfindustrie und Golftourismus.

Allein in Mecklenburg-Vorpommern sind in den vergangenen 20 Jahren 17 Golfanlagen entstanden. Die vor den Toren der Landeshauptstadt Schwerin gelegene Golfanlage WINSTONgolf wurde 2002 mit dem 18-Löcher-Platz WINSTONopen und dem 9-Löcher-Platz WINSTONkranich eröffnet.

Der Platz WINSTONopen war bereits drei Jahre später Austragungsort der Deutschen Meisterschaften. Der 9-Löcher-Platz WINSTONkranich wurde indes in den vergangenen Monaten nochmals komplett neu angelegt und vereint nun architektonische Elemente beider 18-Löcher-Plätze.

Aufgrund der idealen Bodenverhältnisse können alle Plätze das ganze Jahr über bespielt werden.

Für den Bau des gerade prämierten WINSTONlinks wurden 1,2 Millionen Kubikmeter Erde bewegt. Dabei achteten die Verantwortlichen während der Umsetzung auf eine größtmögliche, natürliche Ressourcenschonung. So stammt der verwendete Sand aus dem bestehenden Gelände, einzig für den Aufbau der Tees und für die Grüns kam Spezialsand zum Einsatz.

Bei Par 72 ist der WINSTONlinks bis zu 6450 Meter lang. Für Greenfee-Spieler geöffnet wird der Platz ab Juli 2011 sein.

Mehr Informationen finden Interessierte auf www.winstongolf.de.

Quelle: Pressemitteilung WINSTONgolf

Über Dennis Born 507 Artikel
Der Gründer und Autor dieser Webseite golft in seiner Freizeit leidenschaftlich gern. Hauptberuflich leitet er die Internetagentur "viminds - onlinemarketing" in Rostock und ist glücklich verheiratet.

6 Kommentare

  1. Ich wusste gar nicht das der Platz schon eröffnet wurde, in dem Artikel steht, dass die Plätze in der Wertung zwischen dem
    1. Januar 2009 und dem 31. Dezember 2010 eröffnet wurden. Wenn schon so ein Award vergeben wird, dann doch bitte auch zum passenden Zeitpunkt…
    Ich denke, dass da wohl doch eher die Höhe der Zuwendungen an das Golfmagazin entscheidend waren!!!
    Wenn der Platz allerdings wirklich schon wie die Konkurrenten offen wäre, hätte er diesen Platz mit Sicherheit verdient! Aber so hat dieser Award für mich einen faden Beigeschmack!
    Gruß Koslowski

  2. @ Koslowski: Ich kann Sie verstehen, geht man gemeinhin davon aus, das Eröffnet bedeutet das dort jeder Golfer spielen darf.
    Allerdings wurde bereits im Vergangenen Jahr dort ein Turnier ausgetragen – das weiß ich ganz sicher. Auch würde es mich nicht wundern, wenn die Clubmitglieder an einzelnen Tagen auch schon mal den Platz spielen durften. Somit kann wohl gesagt werden das der Platz eröffnet wurde.

  3. Hallo,
    ich komme aus MV, lebe aber in Süddeutschland und war nach der PE zunächst 2009 Fernmitglied bei WINSTONgolf. Der WinstonOpen ist wirklich einer der schönsten Plätze in Deutschland, jedoch habe ich damals schon die massiven Erdbewegungen für den Linksplatz skeptisch gesehen. (wobei die Bezeichnung „Links“ aufgrund des fehlenden Meeres nicht richtig ist.)
    Ich persönlich finde, der Platz sollte sich in die Natur integrieren, so wie der Open-Platz, gemäß dem ursprünglichen golfarchitektonischen Ansatz. Ich finde diese „Mondlandschaft“ wirkt wie ein Fremdkörper, auch wenn die Hügel irgendwann zugewachsen sind. Den Platz jetzt schon, vor der Eröffnung am 2.7.11 als besten neuen Platz zu feiern, hat sicherlich marketingtechnische Gründe, ist meines Erachtens aber verfrüht.
    Leider wurde nun das Preissystem (aufgrund des hohen Invests für den Linksplatz ?)dieses Jahr schon geändert. €75,- für die Runde auf dem WINSTONOpen finde ich einfach zu teuer, die Runde auf dem Linkskurs soll € 130,- kosten !? Bei meiner letzten Greenfee-Runde in 2010 haben die Mitglieder, mit denen ich auf der Runde war, nur geschmunzelt, wenn ich sie nach ihrer Meinung zu dem neuen Preissystem gefragt habe.
    Ich hoffe für WINSTONgolf ist das der richtige Weg.
    Wie wird das von den MV-Golfern gesehen?

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