WINSTONlinks

Danke WINSTONgolf, danke Familie Pon! Dafür das Sie diese Idee umgesetzt haben, weder Kosten noch Mühe scheuten und uns diesen großartigen Schatz „vor die Tür“ gebaut haben.

Die Sunset Golf MV Runde gastierte am Mittwoch den 24. August in Vorbeck bei Schwerin und spielte Deutschlands besten neuen Golfplatz – den WINSTONlinks.

Ein für unsere Verhältnisse eher kleineres Teilnehmerfeld fand sich bei sonnigen und sommerlichen Temperaturen auf der Driving Range ein und erfreute sich über die fast fertig gestellten Umbauten.

Auch erfreulich waren die Begrüßung der immer netten Dame am Counter, und das, obwohl Sie mit reichlich Baulärm zu kämpfen hatte.

So zahlten wir alle unser Greenfee, bekamen dafür: Bagtag, Scorekarte, Birdiebook und ein kleines Säckchen mit schönen Teegeschenken sowie eine kurze Erklärung für die Freigetränke und den Weg zum ersten Abschlag.

Das vergrößerte Clubhaus ist sehr beeindruckend, ich freue mich schon es nach kompletter Fertigstellung in Ruhe entdecken zu können. Die Dimensionen lassen erahnen, dass hier wohl größere Veranstaltungen geplant werden.

Die Driving Range ist nahezu komplett fertig gestellt und glänzte wieder mit hervorragend präparierten Rasenabschlägen und kostenlosen Rangebällen. Kurz wurden die Flights zusammengestellt und die Startzeiten verteilt. Nach dem ausgiebigen Einschlagen ging es dann langsam auf den ersten Abschlag.

WINSTONlinks – Eindrücke vom Golfplatz

WINSTONlinks ist optisch echt super gelungen und vor allem eines – sehr beeindruckend!

Bereits auf dem Abschlag der Bahn 1 fiel mir die das äußerst großzügig angelegte Areal um den Abschlag auf, locker hätten hier über 100 Zuschauer Platz.

Wettertechnisch wurde es immer heißer, gewiss waren es 27° C, allerdings strahlen die relativ hell bepflanzten Dünen ordentlich ab.

Auf den Bahnen wehte kein Lüftchen, scheinbar hielten die Hügel und Dünen, die reichlich an den Seiten der Bahnen platziert sind, den letzten Rest Windbewegung ab. 2,5 Liter Getränke sollten eigentlich reichen, hielten aber nur bis Bahn 14.

Grundsätzlich ist es erstaunlich, wie anders ein Golfplatz ausschauen kann. Dies kommt vermutlich zum einen durch andere Grassorten auf den Fairways und Roughstreifen sowie eben durch die Dünen und deren Bepflanzung zustande.

Immer wieder genossen wir die beindruckenden Blicke und die gesamte Atmosphäre, die dieser fantastische Golfplatz ausstrahlt. Durch die großzügige Startzeitabfolge und das Routing des Platzes hat man auf nahezu allen Bahnen den Eindruck, man ist als einziger Flight unterwegs.

Herrlich entspannende Ruhe und die atemberaubenden Blicke begleiten einen auf der gesamten Runde. Ich selber habe so viel gestaunt, dass ich leider nur auf einigen Abschlägen am Anfang unserer Runde Bilder machte.

Fast alle Bahnen sind von Dünen und Hügeln umgeben und ziemlich weitläufig angelegt. Oft hat man den Eindruck einer überdimensionierten Bobbahn oder eines langgezogenen Tales mit gelegentlichen Mini- und Monsterhügeln, Grasinseln, Senken und vielen tiefen Bunkern.

Die Bahnen kamen mir sehr breit vor, bei meiner Streuung hatte ich kaum Ballverluste. Das Rough war auf dieser Runde noch nicht wirklich herausfordernd, die Bälle lagen allesamt sehr gut und waren eher einfach zu spielen.

Ein strategisches Spiel, welches lt. Birdiebook bei einigen Bahnen für mich angemessen gewesen wäre, brauchte ich nicht auf dieser Runde beachten – ich konnte an allen langen Bahnen den Driver zücken und man hatte auch bei den verfehlten Fairways keine Sorge um den Ball und noch weniger Sorgen um dessen Spielbarkeit.

Der Platz war bis auf ggf. ein, zwei Bahnen ganz entspannt spielbar. Das kann natürlich an sehr windigen Tagen ganz anders sein, zumal ich nicht einschätzen kann, ob die ganzen Dünen/Hügel nicht wie Windkanäle wirken und man auf den Bahnen dann immer Extrembedingungen hat.

Das Rough ließe sich ggf. von der Schnitthöhe mit den Fairways der Plätze hier um Rostock vergleichen, die nach den vielen Regenfällen lange nicht gemäht werden konnten. Die Fairways waren allesamt noch relativ weich und langsam, die Grüns auch leider noch sehr langsam und weniger treu.

Es gibt sehr viele stark ondulierte Grüns, lange Putts sind dort glaube ich eher schwer. Allgemein waren die Pins schon mal auf Clubmeisterschaftsniveau – Finaltag gesteckt (viele Grüße ans Greenkeeping 😉 ), ganz viel in die Ecken, einige ganz dicht an den Grünkanten oder an den Wellen. So spielte ich auch an zwei Bahnen leider den gefürchteten Dreiputt.

Unser entspannter Flight (Danke an Jens und Christian) ging aber mit Neugierde auf die Runde und hatte nicht den Anspruch einer Unterspielung, umso erstaunlicher aber waren unsere Scores von 46, 37 und 33 Punkten nach Stableford.

Die gefühlten 35°C Lufttemperatur mit der Wärmestrahlung der seitlichen Dünen, gepaart mit Windstille und leichter Gewitterschwühle sorgen dafür, das 2,5 Liter Wasser nur bis Bahn 14 reichten und im Körper nicht wirklich ankamen sondern gleich verdampften.

Ab Bahn 12 näherte sich ein „sympathisches“ Gewitterchen das uns ab Bahn 14 leichten, stetig zunehmenden (und kühlen) Regen gönnte und uns am Abschlag der 17 durch die bedrohlich nahen Blitze und das Donnergrollen zu einer kleinen Pause zwang.

Gefallen haben mir sehr viele Bahnen, die 3 fand ich besonders beeindruckend anzuschauen, Dogleg links – (im Knick ist Wald/Wasserhindernis, ich schätze man bräuchte 270 carry zum Abkürzen) Drive schön ins Tal, bei 240 Meter eine extrem breite Landezone die einen kleinen Gegenhang hat der zusätzlich noch nach links ins Dogleg hängt – also voll draufhauen – der zweite Schlag geht dann wieder stark bergauf, Topfbunker am Grün, das auch noch in zwei Ebenen geteilt ist die mindestens einen Meter Höhenunterschied haben.

Die 8 ist als Par 4 Drivebar – das gefällt mir persönlich natürlich sehr auch wenn es auf dieser Runde nicht ganz reichte und ich noch einen Chip aufs Grün hatte.

Die 12, ein Par 5 Dogleg rechts mit Dünen und Hügeln im Knickpunkt habe ich auch als sehr schön in Erinnerung, evtl. lag es aber auch an meinem gelungenen Abschlag, der mir für den zweiten nur noch 175 Meter auf die Grünmitte ließ. (Ein äußerst schmales und sehr schwer zu treffendes Grün – meinen Score verschweige ich.) Anspruchsvoll fand ich persönlich die 9 und die 10, wenn man das Par spielen möchte.

Etwas schade fand ich die gewählten Abschläge/Pinpositionen an den Par 3s Nr. 5 & 7, die gefühlt auf den Meter genau dieselbe Länge hatten – ich zückte jedenfalls beide Male das E9 und traf, an der 7 glückte sogar das Birdie.

Fazit zum WINSTONlinks

Mein Fazit: Toll das wir solch einen Platz hier in Mecklenburg-Vorpommern haben, optisch ein absolutes Highlight, spielerisch auch eine tolle Abwechslung zu den anderen Plätzen der Region.

Der Platz wird zukünftig wohl ordentlich anspruchsvoll, wer solide Längen spielt, hat hier ganz gewiss sehr viel Spaß. Ein- bis zweimal im Jahr werde ich dort mindestens anzutreffen sein – WINSTONlinks ist eine absolute Empfehlung!

PS: Ach und Vorsicht, der Grünbunker an Bahn 12 hat es ganz schön in sich. Mein Bunkertraining zu Hause für die nächsten Tage wird aus der Sandkiste meines Sohnes ins Fenster der 2. oder 3. Etage sein – wenn die sitzen stören mich die Kanten Grünbunker auch nicht mehr… 😉

Über Martin Welz 7 Artikel
Hcp. -18,0

4 Kommentare

    • Hey Martin, was hältst du davon, wenn du bzw. wir eine Beschreibung jeder einzelnen Bahn erstellen und damit zusätzlich zum Birdiebook den Golfneulingen auf WINSTONlinks ein paar Tipps und evtl. sogar strategische Anhaltspunkte liefern können?

      • Eine sehr gute Idee – ich bin dabei. Einige Bahnen habe ich noch ganz gut im Kopf, evtl.  ist es aber besser, eine weitere Runde zu spielen – am besten an einem Tag wo weniger los ist, und wir nach uns zwei freie Startzeiten haben. Dann könnte man an einigen Bahnen auch mal nen zweiten Ball spielen um verschiedene Spielstrategien testen. Auch könnte man dann die ganz wichtigen Tipps geben. (Auf welchen Dünenhügel spiele ich an der 8 wenn ich das Grün driven will? Oder wohin zielen, wenn ich an Bahn 9 auf der linken Seite liege?)

        Gibt es hier Leser die daran Interesse hätten?

  1. Danke für den ausführlichen Bericht. Ihr versucht euch jetzt also auch im gepflegten „Crossgolf“.
    Sicher ist der Platz das Greenfee wert, nur habe ich im Moment andere Prioritäten. Aber es kann ja noch werden.

    bis denne
    rebel

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