Frau Oelmanns Kurztrip an die Ostsee – und das Abenteuer Wind

Heute erfahrt ihr etwas über die Begegnung mit Frau Oelmann. Einige werden sich fragen: Wer ist Frau Oelmann?. Andere wissen sofort, von wem die Rede ist.

Sabine Oelmann ist eine der wenigen Golfbloggerinnen in Deutschland und schreibt auf höchst unterhaltsame Weise auf ihrem Blog oelmann.wordpress.com über Golf und ihre Sichtweise der Dinge. Erst kürzlich feierte Sie den 10.000 Besucher auf ihrer Webseite.  Glückwunsch!

Mit Frau Oelmann in Wittenbeck, Mai 2010Ich erinnere mich noch, wie Sabine (ich bleibe jetzt beim Vornamen) ihren ersten Kommentar auf Golfen-MV schrieb.

Sofort war ein gewisser „Draht“ vorhanden und es ging hin und her. Sabines Anfrage für ein Interview über Golfen-MV nahm ich Ende des letzten Jahres gerne an.

Ausschlaggebend für unser Treffen war jedoch Martin. Martin, mein Kumpel und treuer Leser von Golfen-MV, der ebenfalls fleißig mitdiskutierte, ließ es sich nicht nehmen, Sabine, auf eine gemeinsame Runde Golf an der Ostsee zu uns einzuladen. Und Sabine nahm an!

In der letzten Woche war es dann soweit – Sabine machte sich auf den Weg von Nordrhein-Westfalen an die Ostsee nach Mecklenburg-Vorpommern.

Martin hatte sich im Vorfeld um die Übernachtung in der Villa Erika in Nienhagen gekümmert und reservierte die Startzeit für den Anreisetag (Sabines Übungsrunde) und den Folgetag (unsere gemeinsame Runde).

Wir spielten 18 Loch auf dem Meisterschaftsplatz Eikhof und hatten mit widrigen Bedingungen zu kämpfen. 7,5°C Außentemperatur und jede Menge, immer stärker werdender Wind aus Nord-Ost. Wir wurden im wahrsten Sinne des Wortes „vom Winde verweht“.

Mit Frau Oelmann in Wittenbeck, Mai 2010Eikhof mit seinem offenen Gelände zur Ostsee ist ja generell etwas zugiger, aber Windstärke 5 und in Böen bis 7 war selbst für uns Einheimische eine harte Nuss.

Besonders Sabine, eine wirklich gute Golferin (HCP 16,5,) die sonst nur „laue Lüftchen“ aus NRW gewohnt ist,  betonte, dass sie so etwas noch nicht erlebt hat.

Das „Sahnehäubchen“ zum Wind wäre Regen gewesen, aber davon blieben wir an diesem Tag glücklicherweise verschont. 🙂

Im folgenden Beitrag erfahrt ihr wie Sabine ihren Kurztrip an die Ostsee und unser Treffen erlebte.

Liebe Sabine – wir hatten viel Spaß mit Dir und freuen uns auf das nächste Treffen!


Ein Golf Kurztrip an die Ostsee

Sabine Oelmann

In Vorbereitung auf unsere Begegnung am kommenden Tag wollte ich den Platz zunächst allein und unbeobachtet spielen. Es war eine recht passable Runde, da ich nicht mit schnellen Grüns gerechnet hatte und schoss eine 95. Der Platz war außerdem leer gefegt und so konnte ich diese Runde in jeder Hinsicht genießen.

Mit Frau Oelmann in Wittenbeck, Mai 2010

Ich hatte Zeit, die Aura aufzunehmen, die dieser Platz ausstrahlte und die weitläufigen Aussichten, die sich mir boten: Der Frühling war hier zwar noch nicht ganz angekommen, aber die Vögel zwitscherten, die Frösche quakten und die Flora und Fauna kämpfte gegen die anhaltende Kühle an. Es war zu spüren, dass der Frühling auch hier an der Ostsee bald das Zepter übernehmen wollte.

Dennis Born – Betreiber des Golfportals Golfen-MV – und sein Freund Martin Welz empfingen mich herzlich am Putting Grün, wo ich ganz in Ruhe zwei Bälle vor mir her schob, um mein Gefühl für die Grüns zu entwickeln. Wir begrüßten uns fast wie alte Freunde, die sich lange nicht gesehen haben. Es war ein warmer, herzlicher Empfang in kühler Umgebung.

Die beiden waren noch auf der Driving Range, wo sie sich vernünftigerweise warm geschlagen haben. Es war nämlich ein kalter Morgen und auch etwas windig. Martin informierte uns später mittels eines Windgraphen: 5 Windstärken „normaler, permanenter“ Wind, 7 Windstärken bei aufkommenden Böen.

Diese Angaben hätten mir vor der Runde nicht viel gesagt. Ist halt windig, gell. Nach der Runde sah die Welt dann anders aus. Ich war glücklich wie ein Rabbit, wenn ich hin und wieder einmal ein Fairway traf. Von den Grüns ganz zu schweigen, obwohl die Grüns tatsächlich sehr groß waren.

Bei dem Par 3 mit 102 m an der 8. Bahn z. B. hatte ich mich gefühlte 100 m rechts von der Fahne ausgerichtet. Dennoch flog der Ball – und fliegen konnte man an diesem Tag mehr als wörtlich nehmen! – links vom Grün ins Wasser. Nein, nicht direkt 50 km weiter südlich in den Schweriner See, aber viel hätte nicht gefehlt. Unglaublich!

Dennis und Martin ließen es sich nicht nehmen, meine permanente, verdutzte Physiognomie auf der ganzen Runde zwischendurch im Bilde festzuhalten. Vermutlich hatten die Jungs ihren Spaß dabei, wie wenig ich das Element Wind in mein Spiel mit einzubeziehen in der Lage war.

Meine Gastgeber zeigten mir eins ums andere Mal auf, wie man den Ball im Wind tanzen lässt. Hätte ich vor der Runde besser mal nicht den Max gemacht, von wegen passabler Runde am Vortag und so…ich schoss eine ungezügelte 102!

Der Eikhof-Platz im OGC Wittenbeck ist zweifelsohne der schwerste Platz, den ich bisher spielte: Unendliche Fairways (ja, selbst für einen vermeintlichen Longhitter wie mich), hügelige Fairways, so viel Wasser überall und Sand, so weit das Auge reicht und phantastisch ondulierte Grüns in einem beneidenswerten Zustand nach diesem elendig, nicht enden wollenden Winter.

Mit Frau Oelmann in Wittenbeck, Mai 2010

Ein herrlicher Meisterschaftsplatz, der seinen Titel als solchen verdient hat!

Die Clubhausatmosphäre hat mich ebenfalls überzeugt. Ein kleines aber feines Clubhaus mit gemütlichem Ambiente. Ein freundlicher Empfang von allen Seiten, sehr nette Bedienung, eine köstliche Gulaschsuppe und ein Golfpro aus Bayern gaben sich mühelos alle erdenkliche Mühe.

Meine Unterkunft in der Pension Villa Erika, 15 Autominuten vom Golfplatz Wittenbeck und nur 2 Fußminuten vom Ostseestrand entfernt, war wunderschön. Ein liebevoll eingerichtetes und anheimelndes Haus mit einem gemütlichen Gesellschaftsraum. Hier soll dann zukünftig auch Frühstück für die Gäste kredenzt werden. Außerdem plant Familie Juerß Unterhaltungsprogramme mit Musik, Lesungen und anderen Überraschungen, welche die Gäste im Haus nach schönen Tagestouren am Abend verwöhnen sollen.

Mit Blick auf den Walnussbaum vor dem Haus, der gerade erst zu blühen begann, wies Herr Juerß darauf hin, dass man „hier oben“ im kühlen Norden den Frühling ein zweites Mal erleben kann. Wer also im Frühjahr nicht genug von der Entfaltung der Natur bekommen kann, dem empfehle ich jetzt ein Besuch in der Villa Erika!

Mit Frau Oelmann in Wittenbeck, Mai 2010

Es war ein sehr schöner Kurztrip mit ausgesprochen freundlichen und netten Gastgebern!

Lieber Dennis, lieber Martin: Herzlichen Dank für die Einladung, es war ein schöner Tag!

Frau Oelmann schreibt…

Ach ja, eins noch: In der Kürze der Zeit hatten wir leider keine Gelegenheit, über mein OVZT zu sprechen. Was hatte ich mir nicht alles für Fragen notiert. Aber bis 2016 bleibt ja glücklicherweise noch ein wenig Zeit, ich werde also wiederkommen…

Bildergalerie

Hier der Link für die Bildergalerie auf Flickr. Viel Spaß!


Über Dennis Born 507 Artikel
Der Gründer und Autor dieser Webseite golft in seiner Freizeit leidenschaftlich gern. Hauptberuflich leitet er die Internetagentur "viminds - onlinemarketing" in Rostock und ist glücklich verheiratet.

10 Kommentare

  1. Es war wirklich eine schöne Runde, den Wind habe ich fast schon wieder vergessen…
    Dennis 300 Meter Drive (ja, wir haben zu dritt nachgemessen, gerätselt und schlussendlich nur noch gestaunt – Dennis ist ein Longhitter!!!) allerdings bleibt vorerst unvergessen.

  2. Oh ha, also hattet ihr ein doch recht amüsantes Wochenende mit jeder menge Spaß und auch Action.
    Ich werde mir jetzt noch die Bilder anschauen und versuchen für das OVZT noch einige Punkte zu notieren die noch zu erarbeiten sind…

    bis denne
    rebel

  3. Was soll das? Schon die Formulierung hätte gereicht um diesen Kommentar nicht freizugeben. Einfach mal bei Google „Weiber“ als Suchbegriff eingeben… die Suchergebnisse zeugen vom Niveau eines Gunter Reder.

    • Hallo Herr Dinier. Ja das stimmt! Die diskriminierende Ausdrucksweise des Gunter Reder ist ein Armutszeugnis und eine Beleidigung für jede Frau.
      Doch es gibt tatsächlich Golfer, die der Auffassung sind, dass Frauen nichts auf dem Golfplatz zu suchen haben. Genau dem wollte ich entgegenwirken.
      Oder sollte ich es einfach ignorieren?

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