Urlaubsparadies in Gefahr? Schweizer Franken bringt das Land Fleesensee in Bedrängnis.

Alles begann im Jahre 2000, als das „Lehrstück touristischer Entwicklung“ bezeichnete Land Fleesensee eröffnete. Damit entstand inmitten der herrlichen Landschaft der Mecklenburgischen Seenplatte ein Urlaubsparadies für sportlich Aktive, Erholungssuchende und Golfer.

Dieser Tage liest man leider nichts Gutes über das „Vorzeige-Resort“ in den Medien und dieses Thema kann daher nicht unbeteiligt an Golfen-MV vorbeirauschen.

Schweizer Franken „frisst“ Fleesensee auf

Der Spiegel behauptet, dass dem Land Fleesensee das Wasser bis zum Hals stünde. Nicht etwa in Folge der sintflutartigen Regenfälle der letzten Wochen und Monate, sondern finanziell.

Das Projekt soll damals durch einen geschlossenen Immobilienfonds finanziert worden sein, so heißt es. Dieser war teilweise mit Bankkrediten in Schweizer Franken belastet und das scheint sich jetzt zu einem Problem entwickelt zu haben.

Anfangs soll der Fonds von den niedrigen Zinsen profitiert haben, aber durch die massive Aufwertung des Franken durch die EURO-Krise, ergibt sich laut Spiegel ein derzeitiges währungsbedingtes Verlustpotential von ca. 15 Mio € und damit „desolate Bilanzstrukturen“.

Zusätzlich kommt hinzu, dass wohl neue Investitionen notwendig seien. Die Banken sollen die Gespräche über bestimmte Zinsvereinbarungen demnach wohl an ein Restrukturierungsprogramm gebunden haben. Ein Gutachter erklärte bereits, dass ohne neue Investitionen in die Infrastruktur des Geländes mittelfristig die Insolvenz drohe.

Was ist dran an der Geschichte? Stimmt alles was in den Medien steht und wie schlimm ist es tatsächlich um das Land Fleesensee bestellt?

Fakt ist, das selbst die Geschäftsführung einräumt in Kürze einen Zukunfsplan vorlegen zu wollen. Man sei im Gespräch mit den Banken, „um auch langfristige Planungssicherheit zu erhalten“.

Aufwärts soll es maßgeblich auch durch den weiteren Ausbau des Golftourismus gehen.

Unregelmäßigkeiten beim Vertrieb des Immobilienfonds?

Zusätzlichen Wirbel verursacht der damalige Verkauf des Fonds, welcher hauptsächlich über den Strukturvertrieb des AWD lief.

Die Rede ist von nicht ausreichender Aufklärung hinsichtlich der Risiken der Geldanlage und der Nichtnennung der Vertriebsprovisionen in satter Höhe von 26%!

Des weiteren ist die BSZ e.V. Anlegerschutzkanzlei Keitel & Keitel Rechtsanwälte hier der Auffassung, dass auch die „euphorische Darstellung der prognostizierten Ausschüttungen im Prospekt Schadenersatzansprüche der einzelnen Anleger auslösen können.“.

Es werden bereits unverbindliche Einschätzungen angeboten, ob es sich lohnt, Schadenersatzansprüche geltend zu machen.

Fazit

Wollen wir hoffen, dass es der Geschäftsführung gelingt ein gutes Konzept vorzulegen, um das Golfgeschäft weiter auszubauen und anzukurbeln.

Die Aktionen der letzten Monate fand ich persönlich sehr gut und bemerkenswert. Ich erinnere mich da an die neue E-Carts – Flotte, die mit Navigationsgeräten ausgestattet wurde oder die vielbeachtete Aktion für Kinder und Jugendliche, die 2011 auf den Golfplätzen des Land Fleesensee kostenlos spielen können.

Wollen wir hoffen, dass die Negativmeldungen aufhören und das auch die Kleinanleger die auf ihre Fondsanteile wohl schon einige Jahre keine Rendite mehr erhielten, nicht völlig leer ausgehen.

Unsere Region und wir als Golfer brauchen ein Urlaubsparadies und für mich immer noch „Non-Plus-Ultra-Vorzeige-Resort“ wie das Land Fleesensee.

In diesem Sinne – viel Erfolg!

 

Quellen und weitere Artikel zum Thema:
https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,781480,00.html

https://wwwjurafit.blogspot.com/2011/08/totalverlust-fur-anleger-bei-fleesensee.html
https://www.manager-magazin.de/lifestyle/reise/0,2828,781496,00.html
https://www.ostsee-zeitung.de/nachrichten/mv/index_artikel_komplett.phtml?SID=d262f041dcec7fdd7580af4ab851ff78&param=news&id=3216124 

 Bildquelle: Land Fleesensee

Über Dennis Born 507 Artikel
Der Gründer und Autor dieser Webseite golft in seiner Freizeit leidenschaftlich gern. Hauptberuflich leitet er die Internetagentur "viminds - onlinemarketing" in Rostock und ist glücklich verheiratet.

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