Krähen verwüsten Golfplatz im Golfclub Rügen

Anmerkung der Redaktion: Heute veröffentliche ich einen Leserbrief von einem mir unbekannten Golfer auf der Insel Rügen. Dieser schildert die derzeit katastrophalen Zustände auf dem Golfplatz im Golfclub Rügen, die durch Krähen verursacht werden und wurden.

Eines möchte ich betonen – es geht mir nicht um Sensationspresse! Mehr darum, die Reichweite dieser Seite zu nutzen, um den Betreibern die Chance zu geben, Stellung zu dem Problem und deren Bewältigung zu nehmen. Das sind sie den Mitgliedern, Mitarbeitern und den Greenfeespielern schuldig.

Natürlich verfolge ich auch das Ziel die Golfer darüber zu informieren, was sie bei einem Besuch des Golfplatz auf Rügen in nächster Zeit erwartet.

Auch wenn die Bilder von keiner guten Qualität sind, so zeigen sie doch die unglaubliche Zerstörung. Ob der Golfplatz in Rügen für die Saison fit wird, darf bezweifelt werden…

Meinungen, Vorschläge und sonstige Stellungnahmen sind unterhalb des Artikels in der Kommentarfunktion auf jeden Fall erwünscht. Beleidigungen oder Kommentare unterhalb der Gürtellinie werden allerdings nicht veröffentlicht. Vielen Dank!

Leserbrief über die Platzzustände im Golfclub Rügen

Schäden am Golfplatz im Golfclub Rügen Schwärme von Krähen haben verschiedene Spielbahnen des Golfclub Rügen auf der Suche nach Engerlingen vollständig zerstört.

Sie zogen über riesengroße Flächen den Rasen – circa 2 cm stark – ab. Dazu stellen sich mehrere der Vögel nebeneinander und erledigen diese Arbeit mit ihren starken Schnäbeln in der Rückwärtsbewegung. Das sieht aus, als wären Horden von Wildschweinen über den Platz gezogen.

Einige Tausend Quadratmeter sind bestimmt davon betroffen. Die Krähen ärgern die Spieler schon jahrelang, weil sie manches mal auch die Golfbälle mit ihren großen Schnäbeln packen und in die angrenzenden Wälder verschleppen. Auch von der Driving – Ranch verschwanden auf diese Art schon tausende Golfbälle.

Weiter kann ein normal gespielter Ball nicht fliegen! Die Tiere legen damit sicher einen Futtervorrat für den Winter an.  Krähen und Maulwürfe beginnen jetzt schon die Grüns anzugreifen, die sich sowieso schon jahrelang in einem unbefriedigenden Zustand befinden.

AIPTEK

Vom Public-Course sind seit dem vergangenen Jahr 6 Spielbahnen links der Straße gesperrt. Begründung: Renovierungsarbeiten. Diese Begründung wird von verschiedenen Mitgliedern stark angezweifelt, da sich bisher nichts getan hat und eigentlich kein Anlass bestand den Platz zu sperren.

Große Sorgen bereiten den Mitgliedern, Mietern in den Ferienwohnungen, dem Personal und  Besuchern des Restaurants sowie anderen Gästen der Zustand der Leitungen der Blitzschutzanlage des Clubhauses. Diese liegen direkt auf dem Reetdach, weil die Abstandshalterungen umgefallen, und zum Teil vom Dach herabgefallen sind. Das stellt eine große Brandgefahr dar, die ja bekanntlich bei Reetdächern besonders groß ist. Verursacher dieses Zustandes waren wohl die schlechte Witterung und die vielen starken Stürme der kürzeren Vergangenheit.

Viele Mitglieder, Gäste und Greenfee-Spieler bedauern die Verschlechterungen im Resort und äußerten schon den Verdacht, dass der Platz und der Club absichtlich auf Verschleiß gefahren werden, weil der Betreiber – der gleichzeitig auch Präsident des Golfclubs ist und seinen Platz ja eigentlich liebt – sukzessive die Zuversicht für eine Besserung verloren hat. Der Platz ist schon jetzt für unbestimmte Zeit irreparabel.

Eigentlich sehr schade um diese Golf-Destination, die sich in Teilen zu verschiedenen Biotopen und zu einem Paradies für die verschiedenen Tierarten entwickelt hat.

Der Autor möchte nicht genannt werden

Über Dennis Born 502 Artikel
Der Gründer und Autor dieser Webseite golft in seiner Freizeit leidenschaftlich gern. Hauptberuflich leitet er die Internetagentur "viminds - onlinemarketing" in Rostock und ist glücklich verheiratet.

4 Kommentare

  1. Das Problem mit Maulwürfen und Krähen haben viele Clubs. Denke das ist so ein bisschen falsch verstandener Tierschutz. Maulwürfe haben keine Feinde und vermehren sich prächtig. Leider stehen die Wühler unter Naturschutz. Warum eigentlich? Mit den Krähen ist das praktisch das Gleiche.
    Diese Probleme kann man sicher nur lösen, wenn dann doch mal ein Politiker zum Golfer wird.
    Nur hier bei dem Platz auf Rügen muss man zusätzlich noch den Vorstand/Betreiber vertreiben. Das wird sicherlich schwer.
    Aber Danke für die Info. Dann muss man als Golfurlauber doch wo anders hin.

  2. das mit den krähen haben wir hier bei uns leider auch auf unserem Crossgolfplatz. wir müssen es leider so hinnehmen aber dafür ist es auch ein Naturplatz. spätestens nach dem zweiten mähen sieht es gar nicht mehr so schlimm aus.
    was dieseb Golfplatz angeht, so stimmt einen das eher traurig, nicht nur der Platz – sondern das, was hier noch geschrieben steht.

    Gruß rebel

  3. Golf ist ein Natursport und von daher sollte man natürlich versuchen, die Maßnahmen auf dem Platz im Rahmen des integrierten Pflanzenschutzes zu gestalten.
    Hier hätte es gar nicht erst soweit kommen müssen, denn es gibt durchaus (noch) zugelassene Mittel und Maßnahmen, die Engerlinge im Boden zu bekämpfen und die Flächen somit für Krähen und Wildschweine uninteressant zu machen. Hierzu werden Nematoden (0,5 mm lange Fadenwürmer) in den Boden injiziert, welche dann von den Engerlingen gefressen werden.
    Es handelt sich also um eine biologische Bekämpfung, wie sie z.B. auch gegen den Eichenprozessionsspinner eingesetzt wird.

    Durch das Injizieren besteht allerdings keine Abdrift durch Winde, weshalb die Nematoden die Engerlinge leicht erreichen.

    Meines Wissens verfügt nur die Firma Sommerfeld über diese Maschinen und setzt sie auf Anlagen erfolgreich ein.

    Einfach mal nachfragen, Behandlung durchführen und in der nächsten keinen „BIA“ oder „GUR“ mehr markieren 😉

    Schönes Spiel!

  4. Es ist schade, das solche Schäden passieren, mir tun da die Betreiber sehr leid. Soweit ich weiß, sind die Wirkungen der Nematoden allerdings nicht immer sicher und die Kosten betragen ein vielfaches von anderen Pflanzenschutz- oder Düngemitteln bzw. sollen exorbitant hoch sein. So war, wenn ich nicht irre, die Info durch Dr. Schmidt vom Lallf. Insofern verstehe ich auch Betreiber, die diese natürliche Pflanzenschutzmaßnahme nicht durchführen.
    Natürlich ist es im Vergleich zu einem Totalschaden immer noch sehr preiswert.

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