Vor kurzem hörte ich von den Planungen einer Golfanlage bei Peenemünde auf der Insel Usedom und wollte mehr darüber erfahren.
Die Recherche begann und führte mich schnell wurde ich auf die Webseite der FairGreen Peenemünde GmbH aufmerksam, welche derzeit noch keine Inhalte bietet.

FairGreen ist, wie sich herausstellte, die Projektentwicklungsgesellschaft für den Golfplatz in Peenemünde und nach einer Mail an den Projektleiter Michael Basche, rief dieser mich persönlich zurück.
Wir unterhielten uns angeregt über die Planungen von Peenemünde Golf Links und ich erfuhr viele interessante Details über die neue Golfanlage.
Gleichzeitig verwies er jedoch darauf, dass die Verhandlungen mit der Verwaltung zwar weit fortgeschritten, aber noch nicht abgeschlossen seien.
Peenemünde ein Ort mit großer Geschichte
Peenemünde war schon immer ein Ort von historischer Bedeutung.
Bereits während des Dreißigjährigen Krieges landete der schwedische König hier am „Peenemünder Haken“ mit einem 15.000 Mann starken Heer an und eroberte Usedom sowie das gesamte Odermündungsgebiet.

Weltbekanntheit erlangte Peenemünde durch die Heeresversuchsanstalt und Lufwaffenerprobungsstelle von 1936 bis 1945.
Hier arbeitete unter anderem Wernher von Braun an der Entwicklung der Raketentechnik im Dienste des “Dritten Reiches”.
Die Erfolge in der Raketentechnik, die von Braun nach dem Krieg im Exil in den U.S.A. feiern konnte, fußten auf seiner Arbeit in Peenemünde.
Deshalb wird Peenemünde auch als Wiege der Raumfahrt bezeichnet.
Hier soll jetzt im ehemaligen Sperrgebiet und auf einst verbotenem Boden eine exklusive Golfanlage entstehen.
Die Brachfläche mit historischem Bestand (mehrere Flugzeug-Bunker, ehemalige Wehrmachtslandebahn) soll in die Golfplatzplanung integriert werden.
In jeder Hinsicht ein außergewöhnliches Projekt!

Peenemünde Golf Links
Peenemünde Golf Links wird ein echter Linkskurs – naturbelassen, ursprünglich, spektakulär.
Linksplätze zeichnen sich durch Sandböden und ihre Nähe zum Wasser mit rauer Küste und Dünen aus. Dafür herrschen in Peenemünde ideale Voraussetzungen.
Den Golfer erwartet zwei Kilometer Wasserlinie sowie freie Sicht auf die offene See vom ersten Abschlag bis zum letzten Grün.
Herr Basche versicherte mir, dass bei der Planung und dem eventuellen Bau mit höchster Sensibilität vorangegangen werde. Die Natur und der Charakter des Geländes soll weitesgehend erhalten bleiben.
Auf insgesamt ca. 100 Hektar Fläche werde östlich vom Nordhafen eine Golfanlage mit Clubhaus, Gastronomie und integrierter Hotelzentrale für in das umliegende Gelände ausgelagerte Reetdach-Hotelvillen entstehen:
Details:
- 18-Loch-Links-Course (Par 72, 6.300 Meter) sowie eine

- dritte 9-Loch-Schleife (öffentlich, Par 35, 2.740 Meter) im originären Stil der britischen Links Courses (mehrere Bahnen, Grüns und Abschläge direkt am Wasser)
- Übungsanlagen (Golf-Akademie) öffentlich zugänglich, Miniaturrasengolf
- Clubhaus mit ca. 1.500 m² Nettogeschossfläche für Restaurant, Bar, Bistro, Lounge, Bibliothek, Golf- bzw. Hotelrezeption, Garderoben
- Hotel mit Sichtbezug zum Wasser mit ca. 80 Betten
Im zweiten Entwicklungs- und Investitionsschritt soll die Angliederung von Wellness, Thalasso und Health Care sowie die Erstellung von ca. 15 – 20 Wohnimmobilien kommen.
Herr Basche erwähnte keinerlei Zahlen, aber bei meiner Recherche stieß ich auf eine voraussichtliche Gesamtinvestition von 25 Millionen Euro. Allein für den Golfplatz werden angeblich zehn Millionen Euro fließen, in das Hotel mit Wellnessbereich noch mal 15 Millionen.

Konzept
Die Zielgruppe sind Golftouristen und Gastspieler. Die Platzierung soll im Premium-Golf-Segment in Deutschland und unter Einbindung in die Gütesiegel „Leading Golf Courses of Germany“ und „Golf und Natur“ erfolgen.
Lage & Anbindung
Die Erreichbarkeit ist optimal. Egal ob per Luft durch den Flugplatz Peenemünde, zu Wasser durch den Yachtlieger Nordhafen oder per Straße, z. B. von Berlin bzw. Hamburg in ca. 3 Stunden über die Autobahn A 20.
Eröffnung von Peenemünde Golf Links
Bis der erste Golfer seinen Abschlag mit Blick auf den Peenestrom bzw. Spandowerhagener Wiek machen kann, wird es noch ein Weilchen dauern. Der Baubeginn steht noch nicht fest, frühestens 2012, wohl eher 2013 soll mit dem Bau begonnen werden.
Fazit
Inmitten herrlicher Natur, entsteht eine Golfdestination, die in ihrer Konstellation nicht nur hierzulande einzigartig sein wird.
Dabei ist es nicht nur die faszinierende geschichtliche Facette des historischen Bodens, sondern auch die einzigartige geographische Lage für eine Golfanlage: direkte Nachbarschaft von Flugplatz und Yachthafen, zwei Kilometer Wasserlinie, reiner Sandboden und typische Dünenvegetation.
Als klassischer britischer Links Course wäre Peenemünde Golf Links ein Novum für Mecklenburg-Vorpommern und eine absolute Bereicherung für die Golfregion Usedom als Golfdestination.
Aber nicht nur für Usedom, sondern für das Golfland Mecklenburg-Vorpommern insgesamt.
Weitere Links:
Webseite Peenemünde Golf Links
Webseite FairGreen Peenemünde GmbH
Ostsee-Zeitung-Blog.Blogspot
Bildergalerie Peenemünde Golflinks
Bilder: copyright FairGreen Peenemünde GmbH























