Tourismusverband sieht noch Potenzial bei Golfanlagen im Nordosten

Die Pressemeldung ist zwar schon zwei Tage alt, aber trotzdem wollte ich sie euch nicht vorenthalten. Mich beschäftigte die Aussage über die Planungen von zwei neuen Golfplätzen im Nordosten unseres Landes. Einen bei Neuhaus auf Fischland-Darss-Zingst und einen bei Sassnitz auf Rügen.

Ich hakte daraufhin heute bei dem Verbandssprecher Tobias Woitendorf nach und es stellte sich heraus, dass seine Aussage in einen nicht ganz korrekten Kontext gesetzt wurde. Der Platz bei Neuhaus sei nicht in Planung, sondern lediglich als eine geographische Empfehlung gedacht, so Woitendorf.

Bei der zuständigen Kommune versuche ich Informationen über den Platz in Sassnitz für euch einzuholen.

Wenn jemand weitere Neuigkeiten aus der Gerüchteküche hat, dann her damit. Hinterlasst einen Kommentar. Danke!

Pressemitteilung

Schwerin (dapd-lmv). Zu den aktuell 18 Golfanlagen im Land könnten nach Ansicht des Tourismusverbandes noch einige hinzu kommen. Gerade in touristisch attraktiven Gebieten sei noch Potenzial vorhanden, sagte Verbandssprecher Tobias Woitendorf der Nachrichtenagentur dapd. Derzeit werde über einen zweiten Platz auf Rügen bei Sassnitz sowie einen bei Neuhaus auf Fischland-Darß-Zingst nachgedacht.

Knapp die Hälfte aller Golfrunden in Mecklenburg-Vorpommern werden bereits von Touristen gespielt, Tendenz steigend. «Für unsere Golfplätze ist der Tourismus sehr wichtig, da wir als verhältnismäßig bevölkerungsarmes Land gar nicht so viele einheimische Spieler haben können», sagte Woitendorf.

Bislang seien die Anlagen vor allem bei Gästen aus Skandinavien, aber auch aus Holland und der Schweiz beliebt. Denn auf vielen Plätzen an der Küste könne ganzjährig, zumindest aber einen Monat früher und auch länger gespielt werden als weiter im Norden.

2010 zählte der Landesgolfverband bereits 400.000 Übernachtungen von Golftouristen, für das laufende Jahr hält Präsident Rüdiger Born eine Steigerung von fünf Prozent für realistisch. Auch bei den Einheimischen liegt der Sport zunehmend im Trend.

Mehr als 11.000 Mitglieder zählt der Landesgolfverband bereits, vor zehn Jahren waren es gerade einmal 1.000. «Allerdings kommen etwa 40 Prozent unserer Golfer aus angrenzenden Bundesländern», schränkte Born ein. Etwa 600 Arbeitsplätze seien mit dem Golftourismus verbunden.

Besonders attraktiv für Golftouristen aus dem In- und Ausland ist laut Woitendorf die große Vielfalt der Angebote. «Es gibt natürlich sehr exklusive Anlagen, aber auch viele, die mit dem Golfsport ganz ungezwungen umgehen», sagte er.

Durch die touristische Prägung reiche auf den meisten Grüns im Land die einfache Platzreife, die in Anfängerkursen schnell erworben werden könne. Aber auch anspruchsvolle Meisterschaftsplätze mit Handicapvorgabe seien im Angebot.

Der Aufstieg des Golfsports im Nordosten begann 1992 in Hohen Wieschendorf bei Wismar. Dort entstand die erste 18-Loch-Golfanlage der neuen Bundesländer auf einer Halbinsel in der Wismarbucht, weitere Plätze folgten.

Im Februar dieses Jahres kürte das Fachblatt «Golfmagazin» den bei Schwerin gelegenen 18-Loch-Platz «Winston Links» zum besten neuen Golfplatz in Deutschland.

Über Dennis Born 471 Artikel

Der Gründer und Autor dieser Webseite golft in seiner Freizeit leidenschaftlich gern.
Hauptberuflich leitet er die Internetagentur „viminds – onlinemarketing“ in Rostock und ist glücklich verheiratet.

5 Kommentare

  1. Ich sage mal so, ich hätte sicher noch die eine oder andere Runde auf Golfplätzen gedreht – nur muss man die auch bezahlen können.
    Es fehlen ganz einfach preiswerte Anlagen wo der Sport im Vordergrund steht und nicht ein pompöses Clubhaus usw. Ich will Golf spielen und nicht von solchen Anlagen einfach „erdrückt“ werden. Warum muss immer alles Highend und Luxuriös, Weltmeisterniveau und Exklusiv sein. Gibt es denn in Deutschland kein vernünftiges Mittelmaß mehr?

    bis denne
    ein rebel der nur Golfen will…

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