Und täglich grüßt das Murmeltier. Die Ostseezeitung hat sich mal wieder mit dem Thema Golf beschäftigt. Jedoch in einer Art und Weise, die jedem Golfer nicht das Herz höher schlagen, sondern sprichtwörtlich die Aorta platzen lässt. (siehe Screenshot weiter unten)
Mit dem an Schmuddelfilme erinnernden Titel “Billig Keulen” hat der OZ-Redakteur Michael Schißler einen Artikel in abgedroschenster BILD-Manier verfasst. Der Titel allein zeugt vom Niveau des Artikels. Siehe hier.
Inhaltlich geht es um die Problematik, dass sich Golfer günstige Mitgliedschaften besorgen und die heimischen Golfclubs darunter leiden. Im Grundsatz, wenn auch mit Einschränkungen, stimme ich dem zu (MV hat ein anderes Problem), aber mit welcher beleidigenden Polemik gearbeitet wird, ist unglaublich.
Beleidigt wird der Golfer, der hier als “drittbemittelter Professor” und “fördermittelverschleudernder Investor” bezeichnet wird und dessen “besternte Limousine und die Yacht” schließlich bezahlt werden müssten. Diese Gattung Golfer spielt dann zu mehr als günstigen Preisen auf den heimischen Golfplätzen.
Gehts noch? Wie wird der Golfer hier dargestellt? Klar, mag es solche Leute geben, aber was bildet sich die OZ ein, so zu urteilen?!
Und als wenn es nicht schon peinlich genug wäre: Es wird sich einerseits über die “Geiz ist Geil – Mentalität” beschwert und gleichzeitig wird der eigene “OZ-Deal” für den Golfclub Tessin beworben, wo man für 15 € statt 25€ zwei Stunden Schnuppergolf + Brunch erhält!?
Hand aufs Herz, wer hat Lust mit dem Golfsport anzufangen, wenn er so einen Artikel liest bzw. der Golfer so dargestellt wird? Für den Golfclub Tessin, der mit seinem Angebot (empfehlenswert!) sicherlich Mitglieder gewinnen möchte, ist das einfach nur kontraproduktiv.
Außerdem zeichnet Herr Schißler schon das Bild von Kühen (nehme an das ist mit Schwarzbunten gemeint) auf den Fairways von Tessin und radiert den Golfclub in diesem Szenario von der Landkarte. Was sagt der Golfclub eigentlich zu dessen Vermarktung in der OZ – zufrieden?
Ich kann diesen Artikel nur als verzweifelten Versuch werten, das Sommerloch zu füllen.
Wie geht der Golfverband MV mit dem Thema um? Sollte er nicht eine Reaktion zeigen, seinen Einfluss spielen lassen und dem Einhalt gebieten? Ich finde schon, denn dieser OZ-Artikel schadet dem Golfsport in MV insgesamt.
So werden wir nie eine ausreichende Mitgliederzahl für die Clubs bekommen (bisherige Zahlen sind stark verfälscht).
Bitte liebe Golffreunde, tut mir einen Gefallen und schreibt einen Leserbrief an die OZ. Beschwert euch über diesen Artikel und droht mit Kündigung eures Abos. Vielleicht hilfts… Hier könnt ihr einen OZ-Leserbrief schreiben.
Was denkt ihr über den Artikel?
P.S. Was zum Henker heißt eigentlich: mit den “Gölfen keulen”?

Bild: Screenshot Webseite OZ



























