Länderpokal 2012 im Golfclub Nahetal

Vom 14.-16. September 2012 trafen sich wie in jedem Jahr die zehn besten Spieler aus den 12 Landesgolfverbänden zu einem der bedeutendsten Mannschaftswettspiele Deutschlands. Ausrichter in diesem Jahr war der Golfverband Rheinland-Pfalz/ Saarland e.V.

Landeskader-laenderpokal-2012-nahetalDer Meisterschaftsplatz des GC Nahetal, in Süddeutschland auch als „Grüne Hölle“ bezeichnet, hat vielen Spielern einiges abverlangt, da die engen, modulierten Fairways fast auf dem gesamten Platz links und rechts durch alten Baumbestand begrenzt werden.

Außerdem werden die Grüns durch ausreichend Bunker und Wasser geschützt. Fehlen diese, kann man davon ausgehen, dass tiefe Abhänge oder Ausgrenzen an deren Stelle treten.

Viele Spielbahnen besitzen vom Design her eine einmalige Optik. Landschaftlich zeigt das Rheinland, was es zu bieten hat. So wird an einigen Bahnen der Blick auf Weinhänge oder den Rotenfels, welcher das lokale Klima stark beeinflusst, gelenkt.

Der Platz war bereits Austragungsort vieler hochrangiger Amateurturniere und konnte sich auch für den diesjährigen Länderpokal in einer ausgezeichneten Qualität präsentieren.

Seit 2003 nimmt unser Golfverband mit seinen 8 besten Spielern an dem 3-tages Turnier teil, welches sich in der ersten Runde aus einem Klassischen-Vierer- und zwei Einzelrunden im Zählspiel zusammensetzt. Bereits im Winter begann das Trainerteam um Sebastian Rühl mit dem Aufbau des Kaders.

Für eine kontinuierliche, ganzjährliche sportliche Betreuung wurden individuelle Trainingseinheiten- und -pläne entwickelt sowie Trainings- und Sichtungswochenenden mit entsprechenden Leistungstests in Fleesensee und Teschow durchgeführt.

Qualifikation über die Ranglistenturniere

Des Weiteren sollten vorgegebene Ranglistenturniere bei der Auswahl der Spieler unterstützen. Nach einigen Jahren Pause wurde das Konzept der Rangliste zum zweiten Mal durchgeführt und wird nun als fester Bestandteil des Auswahlprozesses bestehen bleiben.

Nach den Landesmeisterschaften am 04/05.08.2012 standen die Kandidaten für den Landeskader fest. Glückwunsch an den Ranglistensieger Christian Wißotzki und den Landesmeister Raphael Jacops.

Die Mannschaft, welche uns beim 33. Länderpokal vertreten sollte, setzte sich aus den beiden Landestrainern Sebastian Rühl (Kapitän) und Oliver Kamp sowie aus den Spielern Christian Wißotzki, Raphael Jacobs, Matthias Wißotzki (Ostsee Golf Club Wittenbeck), Tom Schmitz (WINSTONgolf), Karsten Kreßmann, Frank Süllentrup (Golfpark Strelasund), Tobias Dubbe, Karl Villvock (Baltic Hills) und Maximilian Baumgart (GC Fleesensee) zusammen.

Christian und Matthias Wißotzki sind seit 2003 bei jedem Länderpokal dabei gewesen und spielten ihr zehntes Jubiläum beim 33. Länderpokal. Maximilian Arlt (WINSTONgolf) ist bedauerlicherweise kurzfristig verletzungsbedingt ausgefallen.

Der Wettkampfverlauf

Neben unserem Landesgolfverband entsendeten Landesgolfverbände wie z.B. Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg und Nordrhein-Westfalen nicht nur einige Nationalspieler sondern auch eine ganze Reihe von Plus-Handicap-Spielern. Somit zeigte sich auch in diesem Jahr wieder ein ausgesprochen hohes Niveau der Teilnehmer. Nicht nur das 77 Spieler mit einem HCP 0 oder besser angereist waren, auch die Einstellung des Platzrekords mit einer 66er Runde am Samstag und einem neuen Platzrekord mit einer 65 am Sonntag sollte dies bestätigen.

Am Freitag, den 14.09. 2012, wurde bei bestem Wetter die Viererkonstellationen ausgespielt. Christian Wißotzki und Raphael Jacobs spielten das beste Ergebnis der mecklenburgischen Mannschaft mit 7 über Par. Die weiteren Ergebnisse des Teams zeigten, dass der enge Platz und die schwer zu lesenden Grüns den Spielern einiges abverlangte.

Nach dem ersten Tag führte der Landesgolfverband Baden-Württemberg mit 3 unter Par, gefolgt von den Golfverbänden aus Hessen (+7) und Rheinland-Pfalz/Saarland (+7). Unser Team platzierte sich auf dem 11. Rang.

Am zweiten Tag starteten die Spieler ab 8:30 in die Einzelwettkämpfe. Primäres Ziel sollte es sein, den Rückstand auf den Golfverband Sachsen-Thüringen aufzuholen, doch Runden zwischen 5 bis 16 über Par ließen das Ziel weiter in die Ferne rücken, obwohl der Abstand sich nur minimal vergrößerte. Am ersten Tag der Einzel spielte unser Landesmeister Raphael Jacobs die beste Runde der Mecklenburger mit +5. Eine weitere Trainingseinheit nach der Turnierrunde am Samstagabend sollte die Spieler für den nächsten Tag noch besser auf den Platz einstellen.

Obwohl die Zwischenergebnisse am Sonntag noch vielversprechend aussahen (Christian Wißotzki +0, Raphael Jacobs +4, Maximilian Baumgart +4, Frank Süllentrup +6), konnte die Mannschaft auf dem bergigen Platz ihr Potenzial nicht optimal abrufen und die Ergebnisse nicht über die hinteren 9 Loch halten.

Des Weiteren machte es die starke Mannschaftsleistung der Sachsen-Thüringer unmöglich, den 11. Platz noch zu verlassen.

Nach drei anstrengenden Tagen wurde am Sonntagabend Vorjahressieger Baden-Württemberg seiner Favoritenrolle gerecht und mit +4 und 9 Schlägen Vorsprung als Sieger gekürt. Auf dem zweiten Rang, unverhofft und mit einer sehr guten Leistung, platzierte sich der Verband aus Rheinland-Pfalz/ Saarland (+13), welcher mit dem Spieler Max Schmitt den Platzrekord auf 7 unter Par (65 Schläge) verbesserte. Dritter wurde das Team aus Hessen mit einem Gesamtergebnis von 13 über Par.

Über die Zukunft des Länderpokals

Im Vorfeld des 33. Länderpokals hat sich die Nachricht rumgesprochen, dass es sich dieses Jahr um die letzte Veranstaltung dieses Traditionsturniers handeln soll.

Als mögliche Gründe sind im Umlauf, dass es z.B. aufgrund der Ligaumstellung für eine ganze Reihe von Topspielern kaum noch möglich ist, freie Termin für eine Teilnahme zu finden. Final entschieden wird dies erst in den nächsten Wochen.

Dennoch sehen die Teilnehmer, allen voran das Scoring Team Comfort sowie der Initiator Gerd Kohns, welche seit 33 Jahren dabei sind, die sportliche Wichtigkeit dieses Turniers. Auch der Kapitän der Sieger aus BW Thomas Krieger appelliert an die Repräsentanten der einzelnen Golfverbände, sich für dieses einzigartige Turnier stark zu machen.

Und wenn dies gelingt, wird der Golfverband Sachsen-Thüringen die besten Amateure der einzelnen Verbände zum 34. Länderpokal begrüßen. 

Über Matthias Wißotzki 9 Artikel

Spielte 1998 seine erste Saison im Ostsee Golf Club Wittenbeck und wurde 1999 zum ersten mal Herren- und Jugendlandesmeister. Im Anschluss folgten 5 weitere Herren Landesmeisterschaftstitel, zwei weitere Jugendtitel, 3 mal in Folge Landesmeister mit der Clubmannschaft des Ostsee Golf Clubs Wittenbeck. Er hält bislang 6 Clubmeistertitel.

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