Golf spielen und der Schutz unseres Gehörs

Wenn ihr selbst Golf spielt, dann kennt ihr das vielleicht. Irgendwann stellt sich bei jedem Golfer das erste „Zwicken“ ein.  Dies ist meist der Fall, wenn die Erwärmung viel zu kurz ausfiel oder der Ball nicht getroffen wurde. Die Schmerzen entstehen dabei meist im Rücken. Aus Erfahrung weiß ich – das kann richtig weh tun. Der umsichtige Golfer tut daher alles dafür, um Verletzungen dieser Art zu vermeiden. Es gibt jedoch eine potentielle Schwachstellen an unserem Körper, an die wir im ersten Moment gar nicht denken.

Unsere Ohren

Golftraining mit Golfpro Sascha Georgi in Wittenbeck (70 von 77)Unsere Ohren sind sensible Organe und sehr anfällig für Lärm.  Der Knall eines Golfschlägers kann mit dem Abfeuern einer Schusswaffe oder mit dem Überschallknall verglichen werden. Forscher am Norfolk and Norwich University Hospital in Norwich haben bei einem ihrer Patienten einen Gehörschaden festgestellt, weil dieser über 1,5 Jahre ca. 3x die Woche mit einem Titan-Schläger Golf gespielt hatte. Die genaue Untersuchung ergab das typische Krankheitsbild eines von Lärm ausgelösten Gehörverlustes. Bei Tests verschiedener Golfschläger und deren Lautstärke stellte sich heraus, dass die modernen und ultra-leichten Titan-Schläger besonders laut sind.

Für die verschiedenen Golfschläger-Varianten wurden folgende Dezibel-Werte (dB) festgestellt:
1. Edelstahl-Golfschläger: ca. 100-112 dB
2. Titan-Golfschläger: 110-120 dB

Viele Golfer kennen den charakteristischen und extrem lauten Knall eines King Cobra-Drivers im Treffmoment. Aber auch andere Schlägermarken sind nicht viel leiser. Betroffen sollen vor allem die Titan-Golfschläger der Marken King Cobra, Callaway, Nike und Mizuno. Der lauteste Schläger war der Ping G10 mit über 130 Dezibel.

Zur Information: Ab 110 dB werden Geräusche ohrenbetäubend, ein Rockkonzert erreicht ca. 120 dB, die menschliche Schmerzgrenze liegt bei 125 dB  und ab 140 dB wird das Gehör dauerhaft und irreversibel geschädigt. In diesem Falle heißt die Diagnose oft Tinnitus. Die Forscher der Norwich University empfahlen den Golfern daher ihre Ohren zu schützen, z.B. durch Schutzstöpsel. Die Forscher, selbst passionierte Spieler, räumten gegenüber den Medien ein, dass dies für viele wohl „ein bisschen zu radikal“ sei. Golfer liebten einfach das Geräusch beim Abschlag. Jeder Golfer muss sich hinterfragen und für sich selbst entscheiden, ob er einen Schutz des Gehörs für notwendig erachtet oder nicht.

Meine persönliche Empfehlung:

Wenn ihr unter überdachten Abschlagplätzen auf der Dring Range euren Driver benutzt, dann rate ich euch dringend zum Einsatz von Ohrstöpseln. Ich habe selbst schlechte Erfahrung damit gemacht, als ich vor geraumer Zeit in Warnemünde auf der überdachten Driving Range stand. Der Knall vom Schlag konnte nicht entweichen und hat sich über die Seiten- und Rückwände der Überdachung addiert, sodass ich den ganzen Tag ein sehr lautes Piepen im Ohr hatte. Das war sehr unangenehm und lässt sich mit einfach Mitteln verhindern. Mir ist es egal was die Anderen über mich denken, denn die Gesundheit geht vor.

Wird es in Zukunft einen Trend zum Ohrenschützer geben oder haltet ihr das alles für zu übertrieben?
Wie ist eure Meinung zu diesem Thema?

Über Dennis Born 471 Artikel

Der Gründer und Autor dieser Webseite golft in seiner Freizeit leidenschaftlich gern.
Hauptberuflich leitet er die Internetagentur „viminds – onlinemarketing“ in Rostock und ist glücklich verheiratet.

2 Kommentare

  1. Ich spiele Golf und mache Rockmusik AC/DC). Nach beiden Betätigungen ereilt mich des öfteren der Tinnitus. Mein Driver Callaway FT-iz

  2. Naja, so pauschal kann man das nicht sagen. So bin ich der Meinung, da es 1. auf den Schläger drauf ankommt und 2. auf den Spieler. Also ich persönlich kann mich deinem Beitrag jetzt nicht so anschließen

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