Der Golferarm – Vorbeugung, Behandlung, Übungstipps…

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Der Golferarm (lat. Epicondylitis ulnaris humeri)

Viele Golfer kennen nicht nur das Thema, sondern auch das Leiden des Golferarms, bei dem Schmerzen, bis hin zur Kraftminderungen beim Golfspielen, typisch sind. Zwar sind die Beschwerden auch bei „Nichtgolfern“ bekannt, da die Symptome in diesem Sport jedoch am häufigsten auftreten, rührt der Name daher.

In diesem Artikel geht es rund um den Golferarm. Hierbei wollen wir von vital & physio neben allgemeinen Informationen Tipps und Therapiemöglichkeiten darstellen, so dass eine Linderung bzw. Abhilfe bei Schmerzen erfolgen kann.

Allgemeines zum Golferarm:

Bei der Entstehung des Golferarms gibt es kontroverse Meinungen. Grundsätzlich ist der Golferarm eine Erkrankung des Unterarms.

Ein Ansatz besagt, dass es sich beim Golferarm um eine Sehnenursprungsreizung handelt. Ein anderer Ansatz geht von einer Sehnenursprungsentzündung aus.

Als Fachkundiger kann man an der Endung -itis medizinisch eindeutig erkennen, dass es sich bei dem Golferarm um eine Entzündung, die durch Reizung der Unterarmbeugesehne am Ellenbogengelenk entsteht, handelt.

Verursacht wird diese durch sportliche, meist auch im Zusammenhang mit beruflicher, Überbeanspruchung.

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Wie erkennt man den Golferarm?

Am Anfang der Entzündung ist ein unregelmäßiger Schmerz an der Innenseite des Ellenbogens zu verspüren. In der Regel ist es ein lokaler, stechender Berührungsschmerz. Unter Umständen kann dieser Schmerz bis in den Unter- und/oder Oberarm ausstrahlen. Besonders bemerkbar wird dieser Schmerz beim Faustschluss, Anheben schwerer Gegenstände, Beugung des Handgelenks oder bei Drehung des Unterarms gegen Widerstand.

Im späteren Verlauf treten Entzündungszeichen auf. Diese äußern sich durch andauernde Schmerzen, Bewegungseinschränkung im Ellenbogen- und/oder Handgelenk, leichte Schwellung im Sehnenansatzgebiet, Hitze im Entzündungsbereich und in seltenen Fällen können Rötungen auftreten.

Behandlung des Golferarms (konservative Therapien):

Um kurze Abhilfe zu schaffen kann der Golferarm gekühlt (wirkt entzündungshemmend) und ruhiggestellt werden. Probieren Sie neben dem Kühlen eine feuchte Wärme aus. Diese regt die Durchblutung an.

In den meisten Fällen reicht diese Behandlung nur unzureichend aus und hilft vorrübergehend. Daher sollte man den Golferarm beim Heilungsprozess mit weiteren Behandlungstechniken unterstützen.

Die klassischen Behandlungen sind neben der Akupunktur, Ultraschall und der Lasertherapie die Krankengymnastik. Alle Therapiebehandlungen sind bei vital & physio auf Rezept oder privat erhältlich.

Eine weitere, eher unbekannte, aber sehr wirksame Therapiebehandlung ist das Kineso- Tapen. Das Kinesio-Tapen unterstützt den Heilungsprozess durch spezielle Anlagen, der es einer speziellen Ausbildung des Anbringens bedarf. Diese Methode ist von den Therapeuten von vital & physio erlernt und wurde schon erfolgreich angewandt.

Durch das Kinesio-Taping wird der Druck auf die Entzündung reduziert, wodurch es zu einer Verbesserung der Lymphzirkulation kommt, die auf Grund der Entzündung im Unterarm gestört wird. Durch das richtige Anbringen der Kinesio-Tape Anlagen entsteht eine verbesserte Gelenkfunktion und Schmerzdämpfung, die somit zu einem verkürzten Heilungsprozess führen.

Das erste Tape wird 3-5 Tage getragen. Eine Tapeerneuerung erfolgt mit einer Tragedauer von 7-8 Tagen. Alle Tätigkeiten des alltäglichen Lebens (z.B. Duschen) sind ohne Weiteres durchführbar.

Es kann jedoch dazu kommen, dass konservative Therapien nicht anschlagen, so dass operative Maßnahmen eingeleitet werden müssen. Operative Maßnahmen werden jedoch immer durch einen Arzt verordnet.

Kinesio-Taping beim Golfarm:

1. Foto: Die Kinesio- Tape Anlage wird entsprechend der Unterarmlänge zu Recht geschnitten. Die abgerundeten Enden sorgen für einen besseren Halt.

2. Foto: Der hypertone Muskel wird gedehnt und das Tape wird angebracht.

3. Foto: Die leichte Wellenbildung am Ansatz hat eine Muskelentspannung und Schmerzlinderung zur Folge. Die Gewebeschichten werden auseinandergezogen und dazwischen besser durchblutet.

Vorbeugen/ Wiederauftreten verhindern:

Bandagen helfen häufig, um das Wiederauftreten der Erkrankung zu vermeiden. Orthopädie-technische Lösungen sind Ellenbogen Bandagen oder Spangen. Leidet man jedoch schon am Golferarm, ist der Einsatz dieser Möglichkeiten nicht sehr hilfreich. Lassen Sie sich am Besten in einer Beratungsstunde durch einen erfahrenen Therapeuten/ Trainer nicht nur sich, sondern auch das Trainingsgerät überprüfen.

Unser Tipp für zu Hause: Langsame und behutsame Dehnung im Bereich des Unterarms. Das Video zeigt zwei Möglichkeiten der Dehnung des Golferarms.

Führen Sie die Dehnung 30-60 Sekunden 5 Mal am Tag durch. Wichtig ist, dass Sie die Hand Richtung Schulter ziehen, um eine höchstmögliche Dehnung zu erzielen. Nutzen Sie dabei den ganzen Rotationskreis des Handgelenks. Dehnen Sie jedoch nur so stark, bis Sie ein leichtes Ziehen verspüren.

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Video Golfarm Dehnungsübung:


Sollten Sie weitere Fragen haben, schreiben Sie einen Kommentar, rufen Sie uns unter 0381-690 111 an, oder kommen Sie persönlich bei uns am Kirchplatz 1 in Warnemünde vorbei. Wir freuen uns auf Sie.

http://www.vital-physio.de

Ihr vital & physio- Team.

11 Kommentare

  1. Schon oft habe ich Golfer getroffen, die einen Golferarm haben oder hatten. Viele schilderten mir die üblichen, auch von Ihnen als erstes genannten, Therapieempfehlungen: Ruhigstellen, Kühlen, etc. Auch mich hat es in der letzten Saison nach einer Schwung- und Griffumstellung gepaart mit ausuferndem Training erwischt.
    Enttäuschend finde ich Ihre Herangehensweise, als „Fachkundiger“ nur von einer lat. Bezeichnung auszugehen. Wie oft stellen Ärzte Diagnosen die nicht stimmen, Sie aber z.B. andere Abrechnungsmöglichkeiten haben. Vielmehr würde mich interessieren, wie ich eine Entzündung von einer Reizung/Verkrampfung unterscheiden kann. Auch Lustig finde ich, dass die meisten Golferarme die Schmerzen entgegen Ihrer Aussage am äußeren Ellenbogen haben.
    Mir half in der vergangenen Saison ganz hervorragend diese Dehnungsübung:

    http://airbed.ch/tennisarm/

    Lustig im Übrigen, das dort explizit darauf hingewiesen wird, dass es keine Entzündung, sondern eine Überbelastung/Verkrampfung ist. Auch unterscheiden sich die Dehnungsübungen stark von denen, die Sie in Ihrem Video zeigen.
    Vielleicht finden auch Sie auf dieser Seite neue Therapieansätze, die Ihren Patienten helfen, schneller wieder einen ordentlichen Drive schmerzfrei zu schlagen. Und das Beste daran, Sie dürfen weiterhin spielen.
    Viel Spaß bei der „Weiterbildung“.

  2. Ohne mich jetzt darüber Lustig machen zu wollen, für mich liest sich das wie der Schmerz wenn man nach langer Ruhephase wieder schwer körperlich arbeitet. Als Beispiel möchte ich das Beladen von LKW oder Transporter mittels Schippe nennen. Diese Schmerzen kenne ich all zu gut, nur sind sie nach einer Weile wieder verschwunden.
    Ich vermute mal das sich der Körper wieder an diese Tätigkeiten gewöhnen muss und bei regelmäßiger „Anwendung“ der Schmerz bzw. die Reizung nicht mehr vorhanden ist (sonst müsste ich in der wärmeren Jahreszeit permanent Schmerzen haben).
    Empfehlen möchte ich den Schmerz aber keinen, es gibt sicher besser Sachen wie man seine Freizeit verbringen kann als mit Schmerzen.

    bis denne
    rebel

  3. Es ist bei mir kein Schmerz gewesen, der durch Belastungen nach einer Ruhepause entstanden ist. Ich habe im März 2009 die Saison eröffnet und ab April etwa 2-4 mal pro Woche trainiert. Im Juli sind dann die ersten Schmerzen aufgetreten. Meine Vermutung ist, das ich
    a) meinen Schwung auch biomechanisch etwas Optimieren muss (und nicht nur Ballflugorientiert Arbeite wie bisher)
    b) meine Bauchmuskulatur trainieren und aufbauen muss
    c) etwas langsamer in die Siason starten sollte

  4. Sehr geehrter Herr Welz,
    schön wieder von Ihnen zu lesen. Natürlich möchten wir Ihre Anmerkungen und Hinweise gerne kommentieren. Es tut uns leid, dass wir eine Weile gebraucht haben. Wir befinden uns jedoch im Arbeitsprozess und haben daher nicht die Zeit sofort zu reagieren.
    Wie in dem Artikel beschrieben, gibt es unterschiedliche und sehr kontroverse Meinungen über den Golferarm. Die Bezeichnung „Fachkundiger“ diente dem Ansatz der medizinischen Erklärung des Golferarms, der den Golferarm eindeutig als eine Entzündung definiert. Ich habe Ihnen Links medizinischer Web-Lexika bzw. einen Artikel der AOK über den Golferarm hinzugefügt in denen Sie nachlesen können, dass der Golferarm als Entzündung definiert wird, bei dem es durch falsche Arm- und Handbewegungen am Muskelansatz (Ellenbogengelenk) zur Entzündung kommen kann.

    http://www.netdoktor.at/wegweiser/dictionary/suche/index.php?show=E&page=7

    http://www.aok.de/bundesweit/gesundheit/59717.php?id=5733

    Falls Ihnen die Internetseiten zu unseriös sind, können Sie gerne unter dem lateinischen Begriff „Epicondylitis ulnaris humeri“ im Pschyrembel nachschlagen, einem medizinischen Fachlexikon. Dort werden Sie eine gleiche, kurze Aussage zur Entstehung des Golferarms finden, wie auf den verwiesenen Internetseiten zu lesen ist.
    Nicht kann ich Ihre Anmerkung zu der falschen Diagnose von Ärzten verstehen. Wir als Physiotherapeuten erhalten Rezepte von Ärzten. Auf dem Rezept werden Diagnosen vermerkt, die Physiotherapeuten aufgrund ihrer Ausbildung dazu ermächtigen, entsprechende Therapien durchzuführen. Welche Rolle spielt hier die unterschiedliche Abrechnung?

    Es ist schön zu hören, dass Sie mit den Übungen, auf der von Ihnen angefügten Internetseite Ihren Golferarm und den damit verbundenen Schmerzen entgegenwirken konnten. Es gibt, wie in dem Artikel benannt, mehrere konservative Therapiemöglichkeiten und Übungen den Golferarm bei seinem Heilungsprozess zu unterstützen. Die beschriebenen Schmerzen und Behandlungstherapien stellten den typischen Verlauf dar. Selbstverständlich schlagen die einzelnen Therapien unterschiedlich an und können auch von Mensch zu Mensch mal mehr, mal weniger intensiv sein. Aus diesem Grund ist es ratsam, sich in erfahrene professionelle Hände zu begeben, um die für sich beste Therapiemöglichkeit individuell zu erarbeiten. Bei Ihnen hat es so geklappt. Das ist erfreulich.
    Die von uns im Video gezeigte Übung ist ein Vorschlag zur Dämpfung der Schmerzen. Es gibt durchaus weitere Übungen. Die Bandbreite jedoch aufzuzeigen wäre in diesem Rahmen nicht möglich. Daher sehen wir keinen Anlass von unseren Therapien abzusehen und uns auf Ihre genannten Anregungen weiterzubilden. Wir stehen neuen Therapiemöglichkeiten offen gegenüber und das Berufsbild des Physiotherapeuten verlangt eine ständige Weiterbildung. Die in diesem Artikel beschriebenen Methoden und Inhalte sind jedoch fachlich richtig und stellen die Kompetenz unsererseits keineswegs in Frage.

    Wir wünschen allen Golfern ein schönes Wochenende
    Ihr vital & physio- Team

  5. Mir ging es darum, zu unterscheiden, was der Arzt für eine Diagnose stellt, und was für ein Leiden tatsächlich vorliegt. Oft habe ich den Eindruck, dass Ärzte voreilig Diagnosen stellen, und diese leider auch noch Falsch sind. Das „itis“ eine Entzündung ist habe ich nie bezweifelt. Aber ob eine Entzündung beim Patienten vorhanden ist oder nicht, würde ich nicht von der ärztlichen Diagnose, sondern eher vom Patienten abhängig machen.
    Die Abrechnungsmodalitäten sind von mir auch nur eine Vermutung als Ursache. Ich mutmaße einfach, dass oft nur eine Reizung vorliegt (die irgendwann in einer Entzündung übergehen könnte…) und die empfohlenen Therapien der Ärzte halt am eigentlichen Krankheitsbild vorbeigehen bzw. es wesentlich einfacher kuriert werden kann.

    Ich schätze hingegen einen Physiotherapeuten, der nicht jede Diagnose eines Arztes ungeprüft nach Vorschrift behandelt, sondern den Patienten anschaut und Behandlungsvorschläge der Ärzte hinterfragt.
    Es gibt ja je nach Behandlung verschiedene Heilungsprozesse.
    1. Diagnose Entzündung. Behandlung durch Kühlen, Ruhigstellen (kein Golf spielen), Kortison spritzen. Nach 8 – 12 Wochen keine Besserung – OP – danach Besserung.
    Fazit: eine schlechte Saison mit Schmerzen und größtenteils Spielpause
    2. Wie 1. bloß Ablehnung der OP durch Patienten, nach 2-3 Jahren bessert es sich von ganz alleine.
    Fazit: zwei schlechte Saisons mit Schmerzen, beeinträchtigtem pausierenden Spiel.
    3. Diagnose wie 1. aber Hinterfragen der Ärztlichen Diagnose, Dehnen, Dehnen, Dehnen als Therapie, weiterspielen, nach 3 Wochen sichtliche Besserung, wieder voll Belastbar.
    Fazit: gute Saison mit 4 Wochen beeinträchtigtem Spiel.
    Gewiss gibt es noch andere Verläufe, ich habe mir hierbei nur auf die mir Bekannten bezogen.
    Die Fragen sind letzten Endes: Welche Situation einem Golfer am besten gefallen wird? Und welche Therapie die geringsten Risiken und Belastungen birgt?
    Auch Ihnen und allen Golfern ein tolles (und schmerzfreies) Wochenende
    PS: Ihre Kompetenz wollte ich mit meinem Kommentaren auch nicht in Frage stellen. Im Gegenteil, ich freue mich auf Informationen von Profis. Bloß sollen diese uns Golfern den größtmöglichen Nutzen bringen, darum meine Ergänzungen und Sichtweisen zu Ihrem Artikel. Ich freue mich schon auf Ihre nächsten Tipps und Ratschläge.

  6. Heute möchte ich hier an dieser Stelle die Aufklärungsarbeit von golfen-mv.de und Vital & Physio noch einmal besonders loben. Nur selten werden medizinische Themen auf Golfwebsites besprochen – ich hoffe wir erhalten in der Zukunft hier noch weitere Tipps und Informationen. Gewiss werde ich das Team von Vital & Physio in Warnemünde in der nächsten Saison einmal Besuchen.

    Am Rande möchte ich iher natürlich auch meine Physiotherapeutin erwähnen, die mir in dieser Saison den Rücken immer wieder fit gemacht hat bzw. mir zu einer leistungsfähigen Form verholfen hat. Danke Maxi von http://www.physiotherapie-maass.de/

  7. Meine Enkelin 17 Jahre mußte mit der Sportakrobatik aufhören, weil Sie angeblich einen Chronischen Golferarm hat. Kann das stimmen oder bekommt man das wieder weg?.

  8. Mit Interesse habe ich die Artikel und Stellungen gelesen. Obwohl diese alt sind, will ich jedoch meine Reaktion geben.

    Die Reaktionen von Vital- & Physioteam und Martin Welz kann ich nur zum Teil unterschreiben. Beide haben irgendwo recht, aber auch wieder nicht ganz.
    N.b.: Das Phänomen Tennisarm hat Beziehung zu dem lateralen Ellbogen und Golfarm zu dem medialen Ellbogen.

    Das Problem ‘Tennis-/Golfarm‘ ist nicht einfach. Dabei wird von Arzt sowie Physiotherapeut zuweilen eine falsche Diagnose gestellt. Ich bin mit der Qualität von manchen deutschen Ärzten auch nicht so begeistert als Euch. Sie nehmen sich m.E. kaum die Zeit um richtig zu untersuchen, stellen deswegen zuweilen falsche Diagnosen und verschreiben falsche Rezepte und Überweisungen. Selber habe ich bei einige Patienten erfahren müssen, dass ein Tennisarm verwechselt wird mit einem Golfarm und umgekehrt. Und wie Martin sagt; der Physiotherapeut folgt in allgemeinen Sinn Blind die auf den Überweisung vermeldete Behandlung, ohne selber zu untersuchen und testen und nötigenfalls eine andere (mit oder ohne Rückensprache mit dem Arzt) anzuwenden.

    Und was ist die genaue Ursache von einem Tennis-/Golfarm? Erstens, eine Überlastung der Muskulatur. Das kann viele Ursachen haben. Für beide gilt, falsche Technik und Überlastung durch zu lang intensiv Trainern/Spielen und schlechte oder gar keine Warming-Up/Cooling-Down. Bei Tennis spielen kann da auch die Rede sein von falsch Material; zu schwere/leicht Racket oder Bespannung oder zu dicke/dünne Handgriff. Diese Sachen sollte man beachten müssen um derartige Verletzung zu vorbeugen. Das heißt PRÄVENTION.

    Die Erkennung von einem Tennis-/Golfarm hatte das Vital- & Physioteam schon gegeben; Anspannen von Extensoren bzw. Flexoren gegen widerstand löst starke Schmerzen aus, was paradoxal auch gleich die Dehntherapie ist. Aber auch drehende Handbewegungen wie z.B. Schrauben ein/ausdrehen ist nicht mehr ohne Schmerzen aus zu lösen möglich.

    Aber was zu tun als man einmal davon betroffen ist? Was sicher nicht hilft ist absolute Ruhe, sondern relative Ruhe. Das heißt, schon viel Bewegen aber ohne oder mit wenig Belastung. Man kann, wenn sich bereits Entzündungserscheinung gezeigt hat, den Schmerz dämpfen durch kühlen. Aber nach einiger Zeit kann man besser kalte-wärme-therapie anwenden um Versteifung von Gelenk und sehne zu vorbeugen. Beide geben aber nur eine zeitweilige Schmerzlinderung und keine Heilung.

    Da die Ursache liegt in zu überlastete und deswegen angespannte Muskulatur (Hypertonie) irritiert es die proximale Sehne und natürlich dann auch der Epicondylus woran sie geheftet ist, mit schließlich Entzündung als Folge.

    Als das die Ursache ist sollen weder Akupunktur, noch eine Operation Verbesserung bringen können. Dagegen helfen in leichten und kurz bestehenden Fälle das Anlegen von einen Erinnerungstape um zu warnen für eine zu starke Kontraktion der Muskeln, sonst kann ein Kinesiotaping kleine Wunder verrichten. Die Beschreibung hatte Vital- & Physio schon gegeben: u.a. Entspannung der Muskulatur, erhöhte Durchblutung und Lymphzirkulation.

    Eine druckende Bandage hat aber in der Praxis kann dauernde Erfolge gezeigt.
    Und die bereits beschrieben Dehntechniken, die nicht nur von Physiotherapeut, sondern täglich selber angewendet werden müssen. Und dabei muss man einen langen Atem haben, denn diese Verletzungen wird man ohne diese Maßnahmen nicht so schnell los.

    Wichtig ist, dass man nicht früher mit den Sport anfängt als das die Beschwerden völlig verschwunden sind um Repetition zu vorbeugen.

    Als letzte; die Verletzung kann ein jeder in Beruf oder tägliche Tätigkeit passieren. Z.B.: Maurer, Maler und Computerarbeiter (Mausarm), aber auch andere Armbelastende Berufe sind oft betroffen.

    Und dann noch ein Ding. Man muss darauf bedacht sein, dass die Symptome zuweilen gehalten werden für einen Tennis/Golfarm, weil es sich Möglicherweis um etwas total anders handelt, und wohl eine Nervenbeklemmung in dem Ellbogen. Das kann sowohl lateral (Radial Tunnel Syndrom) sein, wobei der n. Radialis wegen zu große Spannung von dem m. Supinator abgeklemmt wird, als medial; hierbei kann der n. Medianus abgeklemmt werden wegen zu große Spannung von dem m. Pronator. Der Nerv kann hier unter oder durch den Muskel laufen, oder zwischen die beiden Köpfchen davon. Sehr oft kann hier nur eine Operation Lösung bieten.

    Arthur P.O. van Dam
    Schmerz- & Sporttherapeut
    Alternative Therapie Praxis
    info@ATP-Schmerztheapie.de
    http://www.ATP-Schmerztherapie.de

  9. Hi zusammen
    ich möchte hier noch einen anderen Aspekt zum Thema -itis oder nicht einbringen. Es ist ja vom medizinischen her definiert, das -itis eine Entzündung bedeutet..
    Im Medizinischen Volksmund ist somit der Tennisarm / Golfarm eine Epiconsylitis. Auch wenn es meist keine Entzündung ist, nennt man es so…
    Also ist nach der Benennung für den Arzt klar – es ist eine Entzündung – und da sehe ich die erste Hürde die mich nachdenklich stimmt – Es wird nicht mehr nachgedacht…
    Noch fast nie habe ich einen Tennisarm / Golfarm behandelt, der warm oder geschwollen war (was einer Entzündung entspräche – Meine bisher besten Resultate erzielte ich bei meinen Klienten mit Dehnübungen (konsequent) und Faszienrelease, unterstützt mit Myofaszial Taping zur Unterstützung der Sehnen Rezeptoren (Golci, Pucini, Ruffini) welche auf Druck und Zug reagieren.
    Weiter erschreckt mich, dass es viele Physios gibt, die einfach roboten – der Arzt sagt, also ist es – und sich somit auf Dinge einschiessen und nur dieses eine Teilchen behandeln, weil es nicht diskutierbar ist, sprich es hat die Endung -itis, also handelt es sich um eine Entzündung.
    Weiter hängen beim Tennis/Golfarm noch weitere Komponenten dran – woher kommt die Spannung und Überreizung? Kleiner / Grosser Brustmuskel, Trizeps, Bizeps, Teres Minor / Major, Deltoideus, ev. sogar der Supraspinatus?
    Nachdenken Leute, nicht Feuerwehr spielen, sondern Detektiv sein und dem Ursprung auf die Schliche kommen (Täter / Opfer Prinzip, 1×1 in der therapeutischen Schulung) 😉 dies mal so als Ansätze (auch für die Redaktion hier drin).
    Übrigens: Tests mit zwei Präparaten (Salzlösung und Cortison) haben ergeben, dass beides bei unwissenden Patienten die gleich Wirkung hat – es besserte sich… doch nach weiteren Forschungen schrieb man die Wirkung eher den Nadeln (beim Stechen Reiz in Sehne / Muskel) zu, weshalb auch gerne mal die Probe mit Dry Needling versucht werden kann.
    So weit meine Erfahrungen dazu.
    Lg aus der Schweiz – Mathias Wanner

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